Heinrich Schütz als Oberkapellmeister »von Haus aus« am Wolfenbütteler Hof

  • Arne Spohr

Abstract

Über mehr als zehn Jahre hinweg, von Ostern 1655 bis ca. 1666, war Heinrich Schütz als „Oberkapellmeister von Haus aus“ für den Wolfenbütteler Hof tätig, komponierte aber während dieser Zeit kein bekanntes Werk für seinen Dienstherrn und war nach bisherigem Kenntnisstand nur einmal in personam in der Stadt anwesend. Deswegen sollen andere Quellen nach Schütz‘ Rolle als „kulturell Handelndem“ und Kulturvermittler in dieser Zeit befragt werden und damit seine Verortung im Netzwerk der Wolfenbütteler kulturellen Akteure bestimmt werden.

Literaturhinweise

Pernille Arenfeldt, The Political Role of the Female Consort in Protestant Germany, 1550 – 1585: Anna of Saxony as »Mater Patriae«, Florenz 2006.

Volker Bauer, Die höfische Gesellschaft in Deutschland von der Mitte des 17. bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Versuch einer Typologie, Tübingen 1993.

Jörg Jochen Berns, Theatralische neue Vorstellung von der Maria Magdalena: ein Zeugnis für die Zusammenarbeit von Justus Georg Schottelius und Heinrich Schütz, in: SJb 2 (1980), S. 120 – 129.

Karl Wilhelm Geck, Sophie Elisabeth, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (1613 – 1676) als Musikerin, Saarbrücken 1991 (= Saarbrücker Studien zur Musikwissenschaft, Neue Folge 6).

Hans Haase, Heinrich Schütz (1585 – 1672) in seinen Beziehungen zum Wolfenbütteler Hof, Peine 1972 (= Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 8).

Michael Heinemann, Heinrich Schütz und seine Zeit, Laaber 1993.

Astrid Laakmann, »… nur allein aus Liebe der Musica …« Die Bückeburger Hofmusik zur Zeit des Grafen Ernst III. zu Holstein-Schaumburg als Beispiel höfischer Musikpflege im Gebiet der »Weserrenaissance«, Münster 2000.

Johann Rist, Die AllerEdelste Belustigung Kunst-und Tugendliebender Gemüther, Hamburg 1666, in: ders., Sämtliche Werke 5, hrsg. von Eberhard Mannack, Berlin u. New York 1974, S. 213.

Susanne Rode-Breymann (Hrsg.), Orte der Musik. Kulturelles Handeln von Frauen in der Stadt, Köln 2007.

S. Rode-Breymann u. Arne Spohr (Hrsg.), Michael Praetorius – Vermittler europäischer Musiktraditionen um
1600, Hildesheim 2011.

Arnd Schnoor u. Horst Walter, Art. Löwe von Eisenach, Johann Jacob, in: MGG2, Personenteil 11 (2004), Sp. 526 – 528.

Sara Smart, Doppelte Freude der Musen. Court Festivities in Brunswick-Wolfenbüttel 1642 – 1700, Wiesbaden 1989 (= Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung 19).

Arne Spohr, »How chances it they travel?« Englische Musiker in Dänemark und Norddeutschland, Wiesbaden 2009 (= Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung 45), S. 165 – 171.

Siegfried Vogelsänger, Michael Praetorius: »Diener vieler Herren«. Daten und Deutungen, Aachen 1991.

Walter Werbeck, Korrekturen gedruckter Stimmbücher: Heinrich Schütz, in: S. Rode-Breymann u. Sven Limbeck (Hrsg.), verklingend und ewig. Tausend Jahre Musikgedächtnis 800 – 1800, Peine 2011 (= Ausstellungskataloge Der Herzog August Bibliothek 94), S. 211 – 214.
Veröffentlicht
Jun 20, 2017
Wie zitiere ich?
SPOHR, Arne. Heinrich Schütz als Oberkapellmeister »von Haus aus« am Wolfenbütteler Hof. Schütz-Jahrbuch, [S.l.], v. 34, p. 17-27, june 2017. ISSN 0174-2345. Verfügbar unter: <https://oa.slub-dresden.de/ejournals/sjb/article/view/534>. Date accessed: 21 july 2018. doi: http://dx.doi.org/10.13141/sjb.v2012534.
Rubrik
Vorträge des Schütz-Festes Hannover 2011